EXKURSIONEN IN DEN ABRUZZEN

Teramo

Die Stadt Teramo ist sehr antiken Ursprungs und erlebte eine Blütezeit, deren Zeugen die Termen, das Amphitheater und andere Denkmäler waren, die von der neuen Stadt überbaut wurden.

Während des 15. Jahrhunderts wurde sie durch die Kämpfe zwischen den Familien der Melatini, Antonelli, Spennati und Mazzaclocchi verwüstet. Dann kam sie unter Herrschaft von Francesco Sforza und Alfonso d’ Aragona.
1798 kam sie in Besitz der Franzosen bis zum Jahre 1815, als die Spanier sie einnahmen, bis sie schließlich der Geschichte und dem Schicksal Süditaliens unterlag.


Campli

Campli liegt auf einem Hügel zwischen den Tälern der Bäche Fiumicino und Siccagno. Reich an Architekturdenkmälern ist Campli wirklich eine künstlerisch wertvolle Stadt. Sie ist auch Sitz des archeologischen Nationalmuseums, welches die Nekropolis von Campovalano beherbergt.

Das Parlament ist ein wunderschönes Beispiel mittelalterlicher Architektur, das dann zum Farnese- Palast wurde, und gegenüber der Kathedrale von S.Maria in Platea liegt, die aus dem 14. Jahrhundert stammt und mit einem romanischen Glockenturm versehen ist.

Berühmt ist auch die sogenannte Heilige Stiege, weil nach dem Jahre 1776 der Brauch entstand, denjenigen, die sie kniend bestiegen, den Sündenablass zu erteilen.

Civitella del Tronto

Die Festung von Civitella del Tronto ist eine der beeindruckendsten Werke militärischen Baustils in Italien: sie erstreckt sich nämlich über mehr als 500 Meter Länge auf einem steinigen Berggrat. Ihre gesamte herrliche Geschichte ist eng mit ihrer strategischen Lage verbunden, da sie für einige Jahrhunderte die Bastion der nördlichen Grenze für die verschiedenen Königsherrschaften Neapels war.

Die Festung und das angrenzende Stadtviertel wurden mehrmals belagert, aber das, was am meisten geschichtlich erwähnenswert ist, ist die Niederlage gegen das Sardo-Piemonteser- Heer im Jahre 1868/61 mit der Kapitulation vom 20.März 1861.
Somit war Civitella die allerletzte Bastion der Bourbonen, die sich der entstehenden Einheit Italiens noch widersetzt hat.

San Gabriele

Die Religiösität der Abruzzen hat durch die Jahrhunderte hindurch ihre Hingabe in einigen großen Wallfahrtskirchen zum Ausdruck gebracht. Die erste, wo jedes Jahr mehr als 2 Millionen Gläubige hinpilgern, liegt am Fuße des Gran Sasso und ist einem jungen Passionsheiligen, dem San Gabriele dell Addolorata gewidmet.

San Gabriele wurde 1892 bekannt, als seine sterblichen Überreste ausgegraben wurden und auf seinem Grab die ersten Wunder geschahen. Im Jahr 1920 wurde er für heilig erklärt und 1959 ernannte ihn Papst Johann XXIII zum Patron der Abruzzen.

Castelli

Genau am Fuße der Bergspitzen vom Berg Camicia gelegen, ist Castelli eine der bedeutendsten touristischen Ziele in den Abruzzen. Sie ist Heimat von berühmten Keramikmeistern, welche den Königen Neapels und den Fürstenhöfen Roms dienten.

Sie ist hauptsächlich wegen ihrer handwerklichen Werkstätten bekannt und wurde zur “ Stadt der Keramik” umbenannt, weil sie eben durch diese Kunst berühmt wurde, deren Ursprünge etwa auf den 13. Jahrhundert zurückgehen.
Seither wird in diesem kleinen, aber charakteristischen Ort am Fuße des Gran Sasso von Vater auf Sohn diese sehr feine Kunst überliefert.

Madonna dello Splendore

Am 22.April des Jahres 1557 war ein gewisser Bauer namens Bertolino gerade beim Holzsammeln, als er ein großes Licht mit der lächelnden Maria sah, die ihn beauftragte, der Dorfgemeinschaft die schönste der Botschaften zu überbringen: die Mutter Gottes hatte die Ortschaft auserkoren, um eine Wallfahrtskirche zu bauen. Als unvergänglicher Beweis für das Wunder entsprang am Fuße eines Olivenbaumes eine Wasserquelle, die es noch heute gibt. Wer die Ortschaft besichtigt, kann sich mit dem heiligen Quellwasser die Stirn bekreuzigen, um von der Madonna gesegnet zu werden.

Atri

Atri war in der Antike sehr berühmt, dies seit dem 11. und 12. Jahrhundert vor Chr. Es war die einzige Stadt an der Adria mit eigener Münze noch bevor Rom, und auch wichtiges Handelszentrum, dank ihres Hafens an der Adria; daher vermutet man die Herkunft des Namens Adria vom antiken Hatria.

Zur Römerzeit kämpfte die Stadt auf der Seite Roms in den Kriegen gegen Hannibal. Atria erlebte ihre Blütezeit mit den Herzögen von Acquaviva. Die archeologischen Funde aus der Umgebung bezeugen diese glorreiche Vergangenheit.

Parco Nazionale del Gran Sasso e Monti della Laga

Die Abruzzen beherbergen eines der weitläufigsten und kostbarsten Naturschutzgebiete Europas, den Nationalpark des Gran Sasso und die Monti della Laga. Hier fügt sich das tausendjährige Werk des Menschen mit der Umwelt zu einem sehr harmonischen Gefüge und bewirkt eine zusätzliche Bereicherung.

Ein Gebiet reich an Wäldern, Quellen, Wasserfällen, Wiesen, Hochebenen, atemberaubende Bergspitzen und Bergwände, wo zahlreiche endemische Tier- und Pflanzenarten leben, zuzüglich der Tiere des Appennins wie Wolf, Gams der Abruzzen, Bär, Königsadler und andere Tiere.
Tatsächlich stellt das gesamte Gebiet des Nationalparks ein “ Europäisches Denkmal für Biodiversität” dar.

L’Aquila

Ist ein sehr bekannter Hauptort der Abruzzen, berühmt für seine Kunst und seine Natur und bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten zur Besichtigung: die romanische Basilika Santa Maria di Collemaggio, wo Papst Celestino V begraben wurde, der mittelalterliche Brunnen der 99 Wasserhähne, die Kathedrale von San Massimo und San Giorgio aus dem XIII Jahrhundert mit der Originaldekoration und die Burgfestung aus der Renaissance, von den Spaniern im XVI Jahrhundert erbaut.
Von l’Acquila kann man den Gran Sasso, die höchste Bergspitze der Appenninen und bekanntes Schigebiet, leicht erreichen.

Gole del Salinello

In geringer Entfernung von Civitella del Tronto kann man Ausflüge in den Gole del Salinello machen. Es handelt sich um eine Naturlandschaft, welche Geschichte, Kultur und Natur vereint und zwischen zwei Bergen, den sogenannten Monti Gemelli, Montagna di Campli und Montagna dei Fiori liegt.

Der kleine Fluss Salinello hat dieses Naturdenkmal erschaffen, da er in einem Zeitraum von Millionen Jahren eine Schlucht ausgehöhlt, welche einige Kilometer lang, etwa 200 Meter hoch ist und in der Breite zwischen 5 und 10 Metern misst, je nach Zone mit Wasserfällen, Grotten und Vertiefungen.